Plakat von Carlo Moldenhauer
Einlass 19.00 Uhr
Beginn 20.00 Uhr
Eintritt 12,- Euro
Zum Vorverkauf
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Verrückt
von Sacha Guitry
Regie: Jürgen Rehm
mit:
Anette Fischer
Fritjof Hajunga
Martin Knittel
Lukas Ritter
Carolin Schreiber
Tanja Weber
"Warum heiratet man?" - Auf diese spätestens seit Beginn
des bürgerlichen Zeitalters brennende Frage gibt das Stück
des französischen Autors Sacha Guitry (1885-1957) eine
überraschende Antwort: "Damit man sich scheiden lassen kann!"
Denn: "Gefühle führen zwei Menschen zusammen, der bezaubernde
Traum, wie schön es wäre, mit dem geliebten Wesen zu leben und
glücklich zu sein. Er ermächtigt die beiden, der Liebe zu pflegen,
das ist der einzige Punkt, der zählt, ein Punkt übrigens, auf den
oft ziemlich bald verzichtet wird."
Sacha Guitrys Stück "Verrückt"
ist ein Spiel, das eben diesen Fall gleicher- maßen scharfzüngig
und delikat wie komödiantisch durchprobiert und zu dem Ergebnis
kommt: "Die Scheidung ist mehr als ein Gesetzesakt - sie ist
ein Akt der Vernunft, eine Konsequenz, die logische Schlussfolgerung
einer unglücklichen Ehe."
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Bühne: Fritjof Hajunga,
Oliver Staffelt
Technik: Guido Frantz,
Carlo Moldenhauer
Regie-Assistenz: Angela Galvano
Was hier schier desillusionierend scheinen mag, ist in Wirklichkeit
eine wunderschön gebaute, federleicht daherkommende Komödie,
gespickt mit Bonmots und überraschenden Wendungen, wie sie so im
Grunde genommen nur in der französischen Komödie in der Nachfolge
Feydeaus und Labiches gelingen konnte.
Sacha Guitry erweist sich
in "Verrückt" als ein Autor, dessen Ton und Diktion außergewöhnlich
sind, der genüßlich Wortwitze aneinanderreiht, der immer leicht,
gewiss auch frivol, aber nie oberflächlich ist.
Es ist ein Stück, das - natürlich! - in der Trdition des originalen
französischen Boulevard-Theaters steht, das aber das Gros desselben
an Geist und Witz und genauer Charakterzeichnung bei weitem übertrifft.
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