Morgen und Abend

Schauspielmonolog nach einem Roman von Jon Fosse

 

Fosse schreibt einfache Geschichten von einfachen Menschen in einer nicht ganz einfachen Welt. Wie durch ein Kaleidoskop schauen wir hier auf das harte und doch erfüllte Leben eines norwegischen Fischers mit Namen Johannes. Denn eigentlich wird nur von der Stunde seiner Geburt und der Stunde seines Sterbens erzählt. Das Leben zwischen diesen beiden Eckpunkten, zwischen dem „Morgen und Abend“, gerinnt zu Halluzinationen, Sinnestäuschungen und Erinnerungsfragmenten eines Sterbenden. Das Physische und das Metaphysische werden sanft überblendet.

Christian Wirmer spielte 20 Jahre in festen Ensembles zuletzt am Staatstheater Hannover, am Theater Basel und am Staatstheater Darmstadt. Gastrollen führten ihn u.a. an die Staatsoper Hannover, die Staatsoper Stuttgart, das Schauspielhaus Bochum...

Zur Zeit spielt er vor allem Soloprogramme auf kleinen Bühnen und an besonderen Orten außerhalb der Theater. Wirmers Schauspielfassung von „Morgen und Abend“ wurde z.B zum Lyrikertreffen (Preisverleihung an Jon Fosse) und zum Katholikentag nach Münster eingeladen.

„Wunderbar einfach, schlicht und selbstverständlich schafft Wirmer einen Imaginationsraum, in dem das Leben des einfachen Fischers Johannes zu einer großen Erzählung wird. Die Musikalität der Sprache wird zum zentralen Ausdrucksmittel. Wirmer spürt ihrer Melodie, ihrem Rhythmus nach, bringt das Schweigen, die Stille zum Klingen.“
Darmstädter Echo

„Ein kahler, dunkler Raum, ein Scheinwerfer, in der Mitte der Bühne ein Brett, auf dem sich die Biografie von Johannes abspielte. Auf ihm balancierte Wirmer wie auf schwankenden Schiffsplanken, schlich in Johannes‘ Haus über knarrende Dielenböden und war zugleich wie auf einer Eisscholle gebannt, die im Lebensstrom unmerklich dahinschmilzt. Das kleine Leben als Wunderrätsel – hier wurde es grandios sichtbar!“
Westfälische Nachrichten

 

 

Termin

 

Freitag, 02.11.2018


Eintritt: Erw. 14,-

 

Einlass: 19.00 Uhr / Beginn: 20.00 Uhr